Individueller Holzbau
                                          Individueller Holzbau

Über mich

Einladungsworte zur Ausstellung „Spirit-Stone-Stwórba“

von Sabine von Schorlemmer, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst:

 

"Stwórba, das sorbische Wort für Schöpfung beschreibt treffend den künstlerischen Schaffensprozess des sorbischen Bildhauers Aloysius Scholze. Eine unerschöpfliche Quelle seiner Inspirationen sind dabei Wurzeln, aus denen Gesichter und menschliche Haltungen wie natürlich erwachsen. Teile von uralten Balken geraten unter den Händen des Künstlers zu ausgefallenen Kerzenständern, wobei er mit Licht und Schatten experimentiert."   

 

CURRICULUM VITAE

 

• 1962 geboren in Crostwitz

 

• 1969 - 1979 Schule in Crostwitz

 

• 1979 - 1981 Berufsausbildung als Tischler

 

• 1981 - 1985 erste Schnitzarbeiten

 

• 1981 Arbeit als Tischler und Zimmerer

 

• 2001 -Gründung eigener Firma "Individueller

Holzbau/Zimmerei"

 

• 2005 Wiederentdeckung des Schnitzens und

der Bildhauerei

 

• Sept. 2006 Teilnahme an der 1. Internationalen

Bildhauerwerkstatt in Nebelschütz

 

• Mai 2007 erste Ausstellung eigener Skulpturen

in Ostro

 

• 2007 erste Arbeiten in Stein

 

• Sept. 2007 Teilnahme an der 2.Internationalen

Bildhauerwerkstatt

 

• Nov. 2007 Teilnahme - Skulpturenausstellung

im Kornmarkt Center Bautzen

 

• Aug. 2008 Teilnahme an der 3. Internationalen

Bildhauerwerkstatt

 

• Nov. 2008 Bildungsreise Schnitzschule Bischofsheim

 

• Austellung im Kloster Sankt Marienstern in

Panschwitz Kuckau (26.4. bis 15.6.2009 )

 

Auszug aus meiner Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung in Dresden:

 

Boža stwórba - Gottes Schöpfung bietet mir eine unerschöpfliche Quelle für mein künstlerisches Schaffen. Beim Betrachten der Arbeiten aus Eichenwurzeln, werde ich oft gefragt, woher haben Sie dieses Material? Die Antwort lautet ganz einfach: Sie liegen vor ihren Füßen in der Natur, man muss sie nur mit den Augen erfassen.

Als sorbischer Dorfjunge spielte ich vorwiegend im Freien - im Wald auf dem Crostwitzer Galgenberg oder am Wasser des Flusses Satkula. Schon damals begeisterte mich Holz und ich erlernte den Beruf des Bau- und Möbeltischlers.

Bei der Arbeit als Tischler und Zimmermann empfinde ich mein gutes plastisches Vorstellungsvermögen oft als Vorteil. Dieses Talent ist eine entscheidende Grundlage für die heutige künstlerische Tätigkeit.

 

Spiritus - das lateinische Wort für Hauch, Atem, Lebensgeist

 

Ich bin eher ein Mensch ruhiger Natur. Als Jugendlicher konnte ich beim Schnitzen vollkommen ich selbst sein, geleitet von meinen Gedanken und meiner Intuition. In mehreren Jahren entstanden spontane Arbeiten aus Holz.

 

Seit der Kindheit ist Musik Teil meines Lebens und eine Art Lebensatem. Musik führte mich von einer gelegentlichen zur intensiven künstlerischen Betätigung. 1998 übernahm ich die Leitung des Kirchenchores meiner sorbischen Pfarrgemeinde.

Um ein Lied als Chorleiter gemeinsam mit den Sängern zum Klingen zu bringen, muss ich es in mich aufnehmen. Genauso begann ich meine Arbeiten zu verinnerlichen und das künstlerische Bearbeiten des Holzes als ein Abenteuer zu entdecken. Die Anspannung, die ich beim Dirigieren erfuhr, übertrug sich auf das Schnitzen. Mit jedem gelungenen Werk wuchs mein Selbstvertrauen. Die Suche nach der Antwort auf die Frage ob ein Werk gelingen wird, treibt mich immer wieder zum weitermachen an.

Als Sorbe suchte ich natürlich anfangs in der Kultur und in den Bräuchen meines Volkes meine Themen. Mit der Zeit gelang es mir, Traditionelles in aktuelle Zusammenhänge zu stellen, wie zum Beispiel die Frage nach der Zukunft des kleinsten slawischen Volkes.

Da ich an mir selber eine Entwicklung spürte, interessierte mich zunehmend die Darstellung des menschlichen Körpers und dabei die Ausdruckskraft des Gesichts.

Wo mni

"Spiritus, stone a stwórba"

 

Wujimk z mojeje narěče při wotewrjenju wustajeńcy w Drježdźanach

Auszug aus meiner Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung in Dresden

 

Stone - Stein - kamjeń steji za moje dalewuwiće na wuměłskim polu.

Za ćichim sym započał rězbarić, motiwy a temy namakach w nabožnym a narodnym žiwjenju Serbow, dokelž sym w Serbach doma.

 

Jako samostatny rjemjeslnik wobstejiš jenož, hdyž so nadawkam a wužadanjam stajiš. Tole płaći tež za wuměłstwo. Pytam stajnje za nowymi materialijemi, temami a formami. Tak započach kamjeń wobdźěłać, kiž ma cyle hinaše kajkosće hač drjewo. Z kamjenjom dybiš skedźbnišo a łahodnišo wobchadźeš, dokelž so wjele spěšnišo něšto wotbije. Namakach korjenje. Jich cyle wosebite formy za sebje wotkrych. W swěčnikach spytam wuměłstwo z nawuknjenym rjemjesłom do cyłka přinjesć.

CURRICULUM VITAE

 

 

• 1962 rodźeny w Chrósćicach

 

• 1969 - 1979 wopyt šule w Chrósćicach

 

• 1979 - 1981 powołanske wukubłanje

na blidarja

 

• 1981 - 1985 dźěło jako blidar a ćěsla

 

• 2001 zesamostatnił jako ćěsla

 

• 2005 znowanamakanje rězbarstwa

 

• 2006 wobdźělenje na prěnjej

mjezynarodnej rězbarskej dźěłarničce

w Njebjelčicach

 

• meja 2007 1. wustajeńca swójskich

skulpturow we Wotrowje

 

• 2007 prěnje dźěła do kamjenja

 

• nowember 2007 wobdźělenje na

wustajeńcy w Žitnych wikach

w Budyšinje

 

• 2008 mjezynarodna rězbarska

dźěłarnička

 

• dalekubłanje rězbarstwa w Bischofsheim

 

• 26.4. - 15.6.2009 wustajeńca w zahrodźe

klóštra Marijina hwězda 

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© Aloysius Scholze